10.08.16, 10:30

DZB Plenum: Kein Verständnis für drohendes Produktverbot

Bafin will Bonitätsanleihen für Privatanleger verbieten – Berater in Banken und Sparkassen können Beweggründe nicht nachvollziehen – Mehrheit befürchtet weitere Produktverbote – Stimmung am Zertifikatemarkt verbessert sich trotzdem

Berlin, 10. August 2016 – Die Finanzaufsicht Bafin will erstmals eine gesamte Produktgruppe verbieten. Bonitätsanleihen sollen nicht mehr an Privatanleger verkauft werden dürfen. Bei Anlageberatern in Banken und Sparkassen stößt die Aufsicht damit weitgehend auf Unverständnis. Beinahe 70 Prozent der Berater können die Beweggründe nicht nachvollziehen. Ebenso viele befürchten jetzt zudem weitere Verbote für Strukturierte Produkte. Dies geht aus der aktuellen Umfrage des Fachmagazins Der Zertifikateberater hervor.

Solche Maßnahmen haben nach Einschätzung von 40 Prozent der Berater und beinahe 60 Prozent der Zertifikateemittenten das Potenzial, das gesamte Anlagegeschäft in Bedrängnis zu bringen. Neben einer Krise bei Banken und Lebensversicherern sind schärfere Gesetze in den Augen der Berater jetzt insgesamt das bedrohlichste Risiko für das Anlagegeschäft. Außerdem bereitet auch der anhaltende Niedrigzins große Sorgen. Erst dahinter folgt die Angst vor politischen Krisen.

Dabei sind die Anlageberater mit dem Zertifikateabsatz derzeit überwiegend zufrieden. Ihr Stimmungsindex fällt nur leicht von 54,9 auf 52,1 Punkte. Dagegen hat sich die Stimmung bei Zertifikateemittenten im Vergleich zum Juni sogar wieder verbessert. Nach dem Einbruch auf 33,9 Zähler erholt sich ihr Indikator, bleibt mit 46,9 Punkten aber hinter dem der Berater zurück.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der monatlichen Marktumfrage unter Anlageberatern und Emittenten finden Sie unter www.zertifikateberater.de/plenum und im angehängten PDF.

 

 

 

 

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