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27.06.17, 12:00

DZB Risikomonitor: Positive Signale vom Credit-Markt

Sorgen um den Finanzsektor schwinden - Nur bei UniCredit-Töchtern bestehen Zweifel - Moody's stuft HVB ab

Die Sorgen um den Finanzsektor schwinden. Die Preise für Ausfallversicherungen (CDS) sind in den vergangenen Monaten branchenweit drastisch zurückgegangen und signalisieren eine deutliche Entspannung. Auf Drei-Monats-Sicht zeigt sich bei Santander der stärkste Rückgang (-54). Dem gegenüber steht die UniCredit Bank Austria, bei der der Anstieg um 8 Basispunkte gegenüber März aber ebenfalls moderat ausfällt.

Auch die Ratingagenturen sehen derzeit wenig Grund zur Sorge. Ausnahmen sind aber auch hier die Einschätzungen zu den UniCredit-Töchtern. Nach Fitch hat jetzt auch Moody’die HypoVereinsbank um eine Note herabgesetzt (auf Baa2). Die Bank kommt damit jetzt sogar auf einen niedrigeren Gesamt-Score als die Schwester in Österreich. Moody’s weist allerdings darauf hin, dass das schwächere Rating nur für klassische Anleihen gilt. Structured Notes der HVB werden indes mit A2 bewertet. Die größte Ratingagentur S&P bewertet die Bank bereits seit zwei Jahren mit BBB und somit auf derselben Stufe wie Moody’s und eine Note schwächer als Fitch. Ähnlich schätzt sie die UniCredit Bank Austria ein (BBB). Ihre Bewertung für den Austria-Ableger der UniCredit hat sie zuletzt nochmal bestätigt. Allerdings bleibt auch der Ausblick negativ, was eine Abstufung in nächster Zeit bedeuten kann. Die Maßnahme könnte erfolgen, wenn sich das Kreditprofil der Bank nach dem Herauslösen der Ableger in Zentral- und Osteuropa schwächer zeigt als erwartet.

Unsere Übersicht zu aktuellen Ratings und Credit Spreads der Zertifikate-Emittenten finden Sie auch hier.