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04.10.17, 07:31

DZB Marktmonitor: Rekordrenditen für Kapitalschutz

Emittenten liefern höchste Renditechancen für Kapitalschutzpapiere seit Februar 2015 – Bonus und Express bleiben weiter unter Druck

Es gibt wieder Hoffnung für eine der reizvollsten Zertifikateideen überhaupt: Papiere mit Kapitalsicherung öffnen auch sehr risikoscheuen Anlegern einen Zugang zu den Aktienmärkten. Mit dem Niedergang der Marktzinsen hatten sie allerdings stark an Attraktivität verloren. Jetzt zeigt der Trend wieder in die andere Richtung. Die darstellbaren Renditechancen der drei Benchmark-Papiere mit Kapitalschutz im DZB Marktmonitor sind stark angestiegen. Seit der notgedrungenen Umstellung auf längere Laufzeiten im Februar 2015 lieferten die drei teilnehmenden Emittenten keine derart hohen Werte. Am deutlichsten zeigt sich der positive Effekt bei dem Papier mit 90-prozentiger Sicherung. Die durchschnittliche Partizipationsrate beträgt dort jetzt 106,4 Prozent. Das bedeutet: An einem Anstieg des Euro Stoxx 50 würden Anleger in acht Jahren sogar überproportional beteiligt werden. Bei vollem Schutz vor Verlusten ist indes erstmals die Marke von 50 Prozent überschritten (51,5 %).

Die niedrige Volatilität an den Aktienmärkten unterstützt diese Entwicklung zusätzlich. Denn die in den Papieren enthaltenen Optionskomponenten können in einem solchen Umfeld relativ günstig eingekauft werden. Hingegen ist genau diese Entwicklung für Bonus- und Expresszertifikate ungünstig, weil Anleger dort indirekt als Verkäufer von Volatilität auftreten und jetzt nur niedrigere Erlöse erwarten können. In der Folge bleiben die Renditen in diesen Segmenten weiter unter Druck. Bereits im Juli war die Maximalrendite beim Bonus mit Cap unter 5,0 Prozent abgerutscht. Nach einer Stabilisierung notiert sie auch jetzt noch  knapp darunter. Ähnlich sieht die Situation beim einfachen Bonus und beim Express aus.

DZB Marktmonitor - Konzept und Hintergrund

DZB Marktmonitor ist die kommentierte Übersicht zu den aktuellen Benchmark-Konditionen für sechs klassische Zertifikate-Strukturen. Als Datenbasis dienen Preisindikationen, die drei Emittenten dem Zertifikateberater wöchentlich für die Auswertung zur Verfügung stellen. Die Rahmenbedingungen (Struktur, Laufzeit, Puffer, Basiswert) bleiben dabei immer gleich, so dass Trends bei den jeweils darstellbaren Ertragschancen bzw. Partizipationsraten ablesbar werden. Denn diese verändern sich je nach Marktumfeld und hängen von verschiedenen Parametern wie Zinsen und Volatilitäten ab. Ziel des Marktmonitors ist es, dem Leser günstige Zeitfenster für die einzelnen Zertifikatetypen aufzuzeigen und ihm eine Vergleichsbasis für reale Angebote an die Hand zu geben. Bei den abgebildeten Papieren selbst handelt es sich nicht um reale Angebote.