Die durchschnittlichen Renditechancen der acht Musterzertifikate auf den Euro Stoxx 50 haben sich von ihren jüngsten Tiefs wieder lösen können. Im Vergleich zum Vormonat sehen wir fast durchweg eine Verbesserung der Konditionen. Allerdings sprechen wir hier bislang lediglich von moderaten Veränderungen. So sind die aktuell darstellbaren Jahresprämien bei den beiden Express-Strukturen um jeweils 0,1 Prozentpunkte gestiegen, befinden sich aber immer noch deutlich unter dem Stand von vor zwei Jahren, als wir bei diesen Produkten erstmals Indikationen bei den Emittenten abgefragt haben. Dasselbe Bild zeigt sich auch bei den beiden Aktienanleihen.
Im Segment der Bonuszertifikate haben sich die Renditen ggü. dem März um 0,2 Prozentpunkte verbessert. Die klassische Variante ohne Gewinn-Cap zeigt bei einer Laufzeit von zwei Jahren und einem Risikopuffer von 30 Prozent nun auch unter Berücksichtigung einer zweiprozentigen Innenprovision im Mittel wieder einen positiven Wert. Bei einer Bonusrendite von gerade mal 0,1 Prozent bieten sich diese Parameter in der Praxis allerdings noch nicht zum Einsatz an. Als wir hier vor exakt 16 Jahren die Abfrage gestartet haben, waren tatsächlich noch 12 Prozent bzw. 15 Prozent (ohne Provision) Rendite möglich. Dieser Vergleich zeigt, welchen Einfluss die in den vergangenen Jahren deutlich gesunkene implizite Volatilität hat und was bei einer nachhaltigen Rückkehr der Unsicherheit an den Aktienmärkten mit solchen einfachen Strukturen möglich ist.
Bei den Kapitalschutz-Produkten wirkt sich der mit Blick auf eine künftig noch höhere Staatsverschuldung erfolgte Renditeanstieg leicht positiv auf die Konditionen aus, wenngleich bislang v.a. die Renditen im Bereich der Langläufer anziehen konnten. Der ohne Gewinnbegrenzung ausgestattete Muster-Garant mit 100 Prozent Kapitalschutz kommt bei vier Jahren Laufzeit aktuell auf eine Partizipationsrate von 77,3 (März: 76,1) Prozent.